/Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht? – Der TCF-Ansatz im Vergleich zu anderen Ansätzen der Unternehmensbewertung

Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht? – Der TCF-Ansatz im Vergleich zu anderen Ansätzen der Unternehmensbewertung

von Dr. Andreas Langemann

In den Standardbüchern zur Unternehmensbewertung werden zwar die einzelnen Verfahren der Vollständigkeit halber benannt und synoptisch dargestellt. Der Total-Cashflow (TCF) Ansatz als ein Vertreter der sog. Bruttoverfahren wird jedoch meist stiefmütterlich behandelt. Dabei scheint der Ansatz in einem Teufelskreis zu stecken: Die spärliche theoretische Reflektion führt zu einer offensichtlich geringen Nutzung in der Bewertungspraxis, die seltene praktische Anwendung dient als Begründung für die unzureichende Darstellung in der Theorie. Warum der Free-Cashflow (FCF) im Verhältnis zum TCF-Ansatz weitaus häufiger Anwendung findet, lässt sich vermutlich nur mit der historischen Entwicklung in der Bewertungsliteratur erklären, nicht aber mit praktischen Erwägungen. Ausdruck der allgemeinen Vernachlässigung ist eine gewisse Begriffsverwirrung. So wird der TCFAnsatz auch mit den Begriffen Capital Cashflow, Compressed APV, Weighted Average Approach oder DUK (für „Durchschnittliche Kapitalkosten“) belegt, wobei der unbedarfte Leser im Unklaren gelassen wird, ob es sich jeweils um dasselbe Verfahren handelt.

Diese Verwirrung trägt sicherlich zur geringen Bedeutung des TCF-Ansatzes bei. Nun ist der Mangel an theoretischen Abhandlungen bzw. das Defizit in der praktischen Nutzung an sich noch kein oder ein schlechtes Argument für die weitere Befassung mit einem Thema, doch bietet der TCF-Ansatz gegenüber seinem „großen Pendant“, dem FCF-Ansatz, einige Vorzüge, die es näher darzustellen und zu untersuchen gilt. In diesem Zusammenhang sind auch einige Aussagen und Vorurteile gegen den TCF-Ansatz zu relativieren oder zu entkräften.

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