/Minderheitenanteile und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in der Konzernbewertung

Minderheitenanteile und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in der Konzernbewertung

von Dr. Andreas Langemann

In der Bewertungspraxis stellen Konzerne als Bewertungsobjekte den Regelfall dar. Die Aufteilung des Bewertungsobjektes auf verschiedene Rechtsträger bringt gegenüber der Bewertung einzelner Gesellschaften einige Besonderheiten mit sich, die trotz ihrer Bedeutung keine adäquate Würdigung in der Bewertungsliteratur finden.1 Im Folgenden werden die konzernspezifischen Probleme bei der Unternehmensbewertung analysiert und ein einfacher Lösungsansatz vorgestellt.

Der Umfang an verfügbaren Informationen über die Konzernunternehmen und ihre gegenseitigen Beziehungen bestimmt das zu wählende Bewertungsverfahren. Oftmals ist es nicht möglich oder praktikabel, die Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen für Planungs- und Bewertungsarbeiten zu nutzen. So steht z. B. potenziellen Investoren in einer frühen Transaktionsphase (vor Due Diligence) häufig nur der Konzernabschluss des zu veräußernden Unternehmensverbundes für eine erste Bewertung zur Verfügung. Vielfach planen Konzernunternehmen auf konsolidierter Basis. Wenn Teilplanungen vorliegen, dann regelmäßig für einzelne Geschäftssegmente und nicht für rechtliche Einheiten. Unabhängig vom Bewertungsanlass stößt eine sog. Sum-oft-he-Parts-Bewertung generell an ihre Grenzen, wenn die Zahl der einzubeziehenden Konzernunternehmen groß ist. In diesen Fällen muss vereinfachend auf den Konzernabschluss und eine eigenständige Konzernplanung zurückgegriffen werden.

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